Der Stadtrat wird durchgemischt - AfD und Linke legen zu - Pink zieht ein

Die Sitzverhältnisse haben sich geändert.

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Hier wurden die Karten neu verteilt. Ab November trifft der Rat in einer neuen Zusammensetzung aufeinander. (Archivbild)
Hier wurden die Karten neu verteilt. Ab November trifft der Rat in einer neuen Zusammensetzung aufeinander. (Archivbild) | Foto: Werner Heise

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Wolfenbüttel. Wenn der neu gewählte Rat der Stadt Wolfenbüttel im November zu seiner konstituierenden Sitzung zusammenkommen wird, wird einiges anders. Bei der Kommunalwahl am gestrigen Sonntag (13. September 2026) haben die Wolfenbütteler für Veränderung gesorgt.



Zwar ist die SPD mit 27,11 Prozent (2021 waren es 30,46 %) der Stimmen weiterhin stärkste Kraft, verliert jedoch zwei Sitze und stellt somit nur noch elf Ratsabgeordnete. Die CDU verliert mit 23,39 % (26,01 %) einen Sitz und fällt damit auf zehn Sitze. Auch Bündnis 90 / Die Grünen müssen Einbußen verkraften und fallen bei 15,07 Prozent (18,16 %) von acht auf sechs Sitze. Weder deren langjähriger Ratsabgeordneter Stefan Brix, noch der seit einer Ratsperiode gewählte und polarisierende Leonhard Pröttel konnten dabei einen Sitz ergattern. Sie haben nun nur noch die Chance, als Nachrücker einzuziehen, sollten andere Kandidaten der Grünen verzichten oder vorzeitig ausscheiden.


AfD gewinnt deutlich


Mit 13,11 Prozent (5,01 %) legt die AfD ordentlich zu und ist jetzt mit insgesamt fünf statt bisher zwei Abgeordneten im Rat der Stadt Wolfenbüttel vertreten. Das entspricht zeitgleich auch der Anzahl an Kandidaten, die die AfD aufgestellt hatte. Hätte sie mehr Sitze gewonnen, wären diese unbesetzt geblieben. Dies gilt auch für den Fall, dass ein Mandat nicht angenommen wird oder vor Ablauf der Wahlperiode zurückgegeben wird.



Die Linke war bislang mit einem Sitz im Rat der Stadt Wolfenbüttel vertreten, fiel jedoch weder durch Anträge noch durch Wortbeiträge auf. Für die Gunst der Wähler schadete dies nicht. Sie gewinnt bei 6,58 Prozent (2,15 %) zwei Sitze hinzu und stellt nun drei Abgeordnete. Das Bündnis unabhängiger Wähler verliert zwar prozentual von 8,30 Prozent auf 6,24 Prozent, kann die drei Sitze jedoch halten. Und auch die FDP bleibt mit zwei Sitzen im Stadtrat vertreten. Sie fällt von 7,26 Prozent auf 5,59 Prozent. Der FDP-Bürgermeisterkandidat Vincent Schwarz hat jedoch auch hier den Einzug verpasst. Die Sitze gehen an das Ehepaar Christina und Pierre Balder aus dem Ortsteil Wendessen.


Die Satirepartei DIE PARTEI konnte ihren Sitz verteidigen. Sie fällt leicht von 1,81 Prozent auf 1,44 Prozent. In der noch laufenden Wahlperiode hat sich deren Abgeordneter mit Bündnis 90/Die Grünen zu einer Gruppe zusammengeschlossen.

Als Einzelbewerber hat es Bürgermeister a.D. Thomas Pink geschafft, sich einen Sitz im neuen Stadtrat zu sichern. Er konnte lediglich im Wahlbereich III kandidieren und erhielt dort insgesamt 1.019 Stimmen, die ihm zu 1,28 Prozent im Gesamtergebnis und somit zum Einzug verhalfen. Die Partei dieBasis erzielte lediglich 0,19 Prozent und gewann damit keinen Sitz.

Hier geht es zu einer Übersicht aller gewählten Kandidaten und Kandidatinnen, die in den Rat der Stadt eingezogen sind: https://votemanager.kdo.de/20260913/03158037/praesentation/ergebnis.html?wahl_id=760&stimmentyp=0&id=ebene_-2012_id_4617