Nach Unfall: Frau zwischen Auto und Felswand eingeklemmt

Bei dem Unfall auf der L600 zwischen Braunlage und Wieda wurden insgesamt sechs Personen verletzt.

Ein Fahrzeug wurde an die Felswand gedrückt.
Ein Fahrzeug wurde an die Felswand gedrückt. Foto: Feuerwehr Braunlage

Braunlage. Kurz nach 9 Uhr am Pfingstsonntag wurde die Feuerwehr Braunlage zusammen mit der Polizei, dem Rettungsdienst sowie die Bereitschaft bei Massenanfall von Verletzten des DRK zu einem Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten sowie mehreren verletzten Personen auf die L600 Braunlage Richtung Wieda alarmiert. Das berichtet die Freiwillige Feuerwehr Braunlage in einer Pressemitteilung.



Es wurden sechs verletzte Personen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes von medizinisch ausgebildetem Feuerwehrpersonal erstversorgt und im Anschluss in enger Zusammenarbeit mit allen beteiligten Organisationen weiter versorgt. Nachdem der Brandschutz sichergestellt und das Batteriemanagement durchgeführt wurde, musste nach Rücksprache mit dem Notarzt eine Tür von einem der verunfallten Autos entfernt werden, um eine Patientin, die sich in dem Bereich zwischen der Felswand und dem Auto befand, schonend zu befreien. Die Frau wurde für weitere Behandlungen mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus transportiert.

Betriebsstoffe abgestreut


Nachdem die verunfallten Autos von der Unfallstelle entfernt wurden, mussten noch kleinere Mengen an Betriebsstoffe mittels Bindemittel abgestreut werden. Im Anschluss wurde die Unfallstelle für weitere Maßnahmen der Polizei übergeben.

Ein Großaufgebot an Rettungskräften war vor Ort.
Ein Großaufgebot an Rettungskräften war vor Ort. Foto: Feuerwehr Braunlage


Im Einsatz war der Rüstzug der Braunlager Feuerwehr mit einem Führungsfahrzeug, einem Hilfeleistungslöschfahrzeug, einem Löschgruppenfahrzeug, einem Tanklöschfahrzeug und dem Gerätewagen Logistik, der Stadtbrandmeister Braunlage, Der Rettungsdienst mit zwei Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeugen, das DRK mit einem Führungsfahrzeug und den MANV-T Komponenten der Kreisbereitschaft (MANV-T = Massenanfall von Verletzten-Transport) bestehend aus dem DRK Braunlage, Clausthal-Zellerfeld, Vienenburg, Goslar und Seesen, die Polizei mit einem Funkstreifenwagen und Abschleppunternehmen mit mehreren Fahrzeugen.


In Gegenverkehr geraten


Wie die Polizei berichtet, war es zu dem Unfall gekommen, weil eine 59-jährige Salzgitteranerin mit ihrem VW Gol in einer Linkskurve, etwa 500 Meter vor der Ortslage Brunnenbachsmühle, vermutlich aus Unachtsamkeit auf die Gegenfahrbahn geriet. Hier kollidiert sie trotz Gefahrenbremsung mit einem entgegenkommenden Ford eines 60-jährigen aus Bad Sachsa. Insgesamt wurden bei dem Unfall sechs Personen verletzt, davon zwei schwer. Die Verletzten wurden in verschiedene Krankenhäuser der Region gebracht. An den Fahrzeugen entstand vermutlich wirtschaftlicher Totalschaden. Die Gesamtschadenshöhe wird auf etwa 25.000 Euro geschätzt. Die L600 musste für die Rettungs- und Bergungsmaßnahmen etwa eineinhalb Stunden voll gesperrt werden.


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