Baderampe und schwimmende Plattform am See: Hier sollen sie entstehen

Die Verwaltung will zwei neue barrierefreie Zugänge zum Salzgittersee bauen. Dabei soll eine Bucht deutlich aufgewertet werden.

von


Der Salzgittersee soll zwei unterschiedliche neue Zugänge erhalten (Archivbild).
Der Salzgittersee soll zwei unterschiedliche neue Zugänge erhalten (Archivbild). | Foto: Rudolf Karliczek

Mehr regionalHeute.de bei Google sehen?

Jetzt als bevorzugte Quelle festlegen

Salzgitter. Der Salzgittersee gehört zu den beliebtesten Naherholungsgebieten im gesamten Stadtgebiet. Die Verwaltung will jetzt dafür sorgen, dass es für alle Besucher künftig an zwei Stellen neue barrierefreie Zugänge zum See gibt. Verschiedene Standorte waren dafür in der "Verlosung" – auch verschiedene Methoden der Umsetzung, wie Rampen, Stege, Plattformen. Jetzt schlägt die Stadt zwei konkrete Orte am See vor, die beide einen unterschiedlichen Zugang erhalten würden.



Die Vorlage, die jetzt ihre Runde durch die Gremien macht und über die am Ende der Rat entscheidet, würde die Verwaltung beauftragen, zwei barrierefreie Zugänge am Salzgittersee zu planen und zu bauen – und zwar in Form einer Baderampe am Weststrand und einer schwimmenden Aussichtsplattform mit Steg am neuen Standort südlich der „Hufeisenbucht“. Die Bruttokosten belaufen sich auf rund 257.500 Euro.

Breites Bündnis aus dem Rat der Stadt Salzgitter wünschte sich diese Zugänge


Die Initiative für diese Projekte ist ursprünglich vom Rat der Stadt – von fast allen Fraktionen (dabei waren SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP, Die LINKE, Freie Wähler sowie der Ratsgruppe Grüne/Die Partei) – ausgegangen. Sie hatten darauf verwiesen, dass Erholungsstätten, die für die Allgemeinheit bestimmt sind, laut niedersächsischer Bauordnung barrierefrei zugänglich sein müssen. Laut dem damaligen Antrag sollte die Verwaltung am Nord-, West- und Ostufer des Salzgittersees solche Zugänge in Form von Badestegen bis zum Wasser errichten.

Rampe und Steg sorgen für Zugang zum Salzgittersee


Zunächst hatte die Verwaltung 2024 bereits eine Rampe für das Westufer vorgeschlagen sowie einen befestigten Steg an der Reppnerschen Bucht (Nordufer). Nach Begehung und Auswertung der Tiefenkarte habe sich der Plan aber etwas verändert. Weiterhin ist die Rampe im Westen Teil des Plans. Statt des Stegs im Norden weicht die Stadt jetzt aber damit ans Westufer, südlich der „Hufeisenbucht“ nahe der „Sportanlage für Jedermann“, aus. Ein Grund dafür: An der Stelle sei das Wasser tiefer. Dadurch ist es einfacher, eine Plattform zu errichten, die dauerhaft vom Wasser umgeben ist. Der Steg dorthin könnte deutlich kürzer sein. Fünf Meter würden in etwa ausreichen.

Neuer Standort soll das Südwestufer aufwerten


Außerdem erhalte der Standort nahe der Hufeisenbucht dadurch eine Aufwertung. Etwas, was das Nordufer gar nicht benötigt. Dort herrsche aufgrund des Café del Lago, des Tretbootverleihs und des Surf-Klubs bereits eine starke Frequenz. Das Südwestufer aufzuwerten, würde die Angebote am See gleichmäßiger verteilen, argumentiert die Stadtverwaltung.

So geht es weiter


Wenn der Rat den Beschluss gefasst hat, kann die Verwaltung die Projekte weiter vorantreiben. Dann, so heißt es in der Vorlage, "erfolgt die Ausschreibung der Planungs- und Bauleistungen sowie die Durchführung des wasserrechtlichen Verfahrens." Der Bau beider Anlagen sei für 2027 avisiert, teilt die Stadt mit. Die Gesamtkosten für die Planung und den Bau sollen über den Wirtschaftsplan 2025/2026 finanziert werden.