Salzgitter. Nach der erfolgreichen Premiere vor zwei Jahren hat das Team Jugend- und Demokratiebildung im Fachdienst Kinder, Jugend und Familie der Stadt Salzgitter den Verein „Politik zum Anfassen“ erneut zum Planspiel „Kinderrat“ eingeladen. Das berichtet die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung.
Christian Striese, Zweiter Bürgermeister der Stadt Salzgitter, eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die Kinder herzlich im Namen des Oberbürgermeisters Frank Klingebiel, des Rates der Stadt und der Verwaltung. An zwei Tagen erhielten 62 Schülerinnen und Schüler aus den Grundschulen am Fredenberg, Dürrering, Sonnenberg, Ringelheim, Ostertal und Steterburg die Gelegenheit, kommunalpolitische Prozesse kennenzulernen und selbst in die Rolle von Ratsmitgliedern zu schlüpfen.
17 Anträge eingebracht
Während des Planspiels entwickelten die Kinder eigene Ideen für ihre Stadt. Diese wurden zunächst in „Kinder-Fachausschüssen“ beraten und anschließend am zweiten Tag der Veranstaltung im Ratssaal in einer simulierten Ratssitzung diskutiert und zur Abstimmung gestellt. Diese von Kindern gestaltete Ratssitzung wurde von Ratsvorsitzendem Michael Letter moderiert und orientierte sich am Ablauf einer regulären Ratssitzung. Die Mädchen und Jungen diskutierten ihre Anträge, brachten Argumente ein und fassten demokratische Beschlüsse nach den Regeln der kommunalen Gremienarbeit. 17 Anträge wurden eingebracht und beraten. Zu den entwickelten Ideen gehörten unter anderem ein neuer Spielplatz, Umweltaktionen, Obdachlosen zu helfen und vieles mehr.
Unterstützung durch Ratsmitglieder
Unterstützt wurden die Schülerinnen und Schüler dabei von den Ratsmitgliedern Andrea Kempe (CDU), Michael Letter (SPD), Astrid Penke (CDU), Lars Tietjen (Die PARTEI) und Christian Hasse (SPD-Fraktionsgeschäftsführer), die den Kindern Einblicke in die kommunalpolitische Arbeit gaben und sie während der Beratungen begleiteten. „Das Planspiel vermittelt den Kindern auf anschauliche Weise, wie Demokratie funktioniert. Sie erleben, dass unterschiedliche Meinungen dazugehören, Kompromisse gefunden werden müssen und jede Stimme zählt. Es ist beeindruckend zu sehen, mit welchem Engagement die Kinder ihre Ideen einbringen.“, sagt die Teamleiterin der Jugend- und Demokratiebildung, Bernadeta Kocot-Miczka.
Mit dem Planspiel setze die Stadt Salzgitter ein Zeichen für politische Bildung und demokratische Teilhabe. Die innerhalb des Planspiels entwickelten Ideen sollen dem Rat der Stadt Salzgitter in der Sitzung am 30. September vorgestellt werden.

