Salzgitter-Bad. Das St. Elisabeth-Krankenhaus steht vor einer ungewissen Zukunft. Der Umzugstermin im März 2026 in den modernen Neubau wurde kurzfristig abgesagt. Während sich das Krankenhaus nun in einem Insolvenzverfahren befindet, herrscht in der Mitarbeiterschaft wie auch bei den Bürgerinnen und Bürgern große Unruhe. Nun hat sich ein breites Bündnis für das St. Elisabeth-Krankenhaus gebildet, das ein Zeichen für den Erhalt des Krankenhauses setzen möchte. Das berichtet man in einer Pressemitteilung.
Krankenhausleitung und der katholische Träger Elisabeth Vinzenz Verbund würden mehr als sparsam mit Informationen zur zukünftigen Entwicklung und zur Nutzung des leerstehenden Neubauprojekts umgehen, heißt es. Das Bündnis sei sich einig: "Es kann nicht sein, dass ein mit über 35 Millionen vom Land Niedersachsen geförderter und nahezu bezugsfertiger Krankenhausneubau seit Monaten leer steht."
Großdemonstration mit Solidaritätsmarsch
Salzgitters Oberbürgermeister, die Ratsfraktionen von SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, die Ratsgruppen Grüne/Die PARTEI und Freie Wähler/FDP sowie die Gewerkschaften Komba und Verdi rufen gemeinsam zu einer Großdemonstration mit Solidaritätsmarsch um das neue leerstehende Krankenhausgebäude und anschließender Kundgebung auf: Start ist am Montag, 31. August, um 17.30 Uhr am Marktplatz 11 in Salzgitter Bad.
Die Organisatoren sehen es als starkes Zeichen, dass auch in Zeiten des Kommunalwahlkampfes, in dieser für die Bürgerinnen und Bürger wichtigen Angelegenheit ein breites Bündnis der Ratsfraktionen und des Oberbürgermeisters möglich sei. Bei der Zukunft des St. Elisabeth Krankenhauses gehe es nicht um Parteipolitik, sondern um die medizinische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger, die Arbeitsplätze der Beschäftigten und den verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Fördermitteln.
Mehrere Redner dabei
Als Redner haben Oberbürgermeister Frank Klingebiel, der Landtagsabgeordnete Stefan Klein, der Komba-Vorsitzende Mario Römer zugesagt, und es wird kurze Statements der Ratsfraktionen und Ratsgruppen geben. Angefragt habe man auch die Gesundheitsminister des Landes Niedersachsen und des Bundes.

