Linienbus crasht in Rettungsheli: Christoph 30 vorerst am Boden

23. Juli 2018 von
Der Rettungshubschrauber befand sich stundenlang am Goslarer Bahnhof und kann nicht abheben. Foto: Aktuell24 (DC)
Goslar. Am heutigen Montagnachmittag kam es am Goslarer Bahnhof zu einem Unfall zwischen einem Linienbus der Stadt und dem Rettungshubschrauber „Christoph 30", der am Städtischen Klinikum Wolfenbüttel stationiert ist. Der Fahrer des Busses fuhr aus bislang ungeklärter Ursache in die Rotorenblätter des Helikopters.

Das Abheben mit dem Helikopter sei derzeit nicht möglich. Die Besatzung wurde mit Unterstützung des DRK zurück ins Städtische Klinikum Wolfenbüttel gebracht. Wie ADAC-Pressesprecher Jochen Oesterle gegenüber regionalHeute.de bestätigt, befindet der Techniker nun auf dem Weg von Rheine nach Goslar. Er soll dann überprüfen, ob die Beschädigung der Rotorblätter vor Ort behoben werden kann oder ein Abtransport per Sattelschlepper notwendig ist. Sollte dies der Fall sein, werde laut Oesterle auch ein Kran benötigt.

Personen kamen laut Klinikum Wolfenbüttel nicht zu Schaden. Auch die Versorgung des Patienten sei durch den Unfall zu keiner Zeit beeinträchtigt worden.

Wer rückt nun aus?

Doch was passiert nun, sollte es innerhalb des Einsatzgebietes erneut zu einem Notruf kommen, vor allem zu einem, der den Einsatz eines Rettungshubschraubers benötigt? Wie Oesterle im Gespräch mit unserer Online-Zeitung erklärt, melde sich zu der Zeit, in der Christoph 30 nicht abheben kann, die betroffene Rettungscrew als „bodengebunden“. So wisse die jeweilige Leitstelle, welches Einsatzmittel zur Verfügung stehe und welches nicht. Sollte es also in den nächsten Minuten zu einem weiteren Notruf kommen, werde errechnet, welche verfügbare Crew am schnellsten vor Ort sein kann.

Aktualisiert, 19.32 Uhr:

Der sachverständige Techniker war mittlerweile vor Ort und konnte den Hubschrauber zum Abflug freigeben.

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