Großbrand in Zuckerfabrik: Kräftezehrende Nacht für die Feuerwehr

In der Fabrik brannte es am Sonntagabend. Die Wehren waren über Stunden im Einsatz, um das Feuer zu löschen.

Zuckerfabrik Schladen. (Archiv)
Zuckerfabrik Schladen. (Archiv) | Foto: Anke Donner

Schladen. Am Sonntagabend gab es einen Großalarm für die Feuerwehr in der Gemeinde Schladen-Werla. Es wurde ein Feuer in der Zuckerfabrik gemeldet. Dies geht aus einem Einsatzbericht der Feuerwehr Stadt Hornburg hervor.



Der Alarm erreichte die Einsatzkräfte um 21:07 Uhr mit der Meldung eines mittleren Brandes im Pelettbunker der Zuckerfabrik. Sofort eilten die Feuerwehren Hornburg, Schladen, Gielde und die Örtliche Einsatzleitung (ÖEL) zur Fabrik. Die Situation vor Ort erwies sich als äußerst gefährlich: In den Trommeln der Rübenschnitzeltrocknung war eine Funkenbildung ausgebrochen, die zum Entzünden des Inhalts führte.

Um die Flammen zu bekämpfen, mussten Atemschutzgeräteträger eingesetzt werden. Während des Einsatzes waren diese aufgrund starker Verschmutzung gezwungen, ihre Schutzkleidung mehrfach zu wechseln. Parallel dazu wurde eine Wasserzufuhr etabliert, und die Feuerwehrfahrzeuge setzten einen Pendelverkehr ein, um das HLF aus Schladen mit Wasser zu versorgen.

Vollalarm ausgelöst


Die Situation verschärfte sich weiter, als um 23:32 Uhr Vollalarm für die gesamte Gemeinde ausgelöst wurde, und die Ortsfeuerwehren Wehre, Beuchte und Isingerode hinzukamen. Gleichzeitig brach ein Brand in der Staubabsaugung/Filteranlage aus, der jedoch dank des schnellen Eingreifens von insgesamt 11 Atemschutztrupps unter Kontrolle gebracht werden konnte.

Aufgrund der anhaltenden Lage wurde um 0:48 Uhr der Verpflegungszug der Kreisfeuerwehrbereitschaft alarmiert, um die Einsatzkräfte mit dringend benötigter Verpflegung zu versorgen.

Die ganze Nacht im Einsatz


Erst kurz vor 5 Uhr morgens konnte der Einsatz schließlich beendet werden. Die erschöpften Feuerwehrmänner und -frauen tauschten ihre Schläuche aus, tankten ihre Fahrzeuge und machten ihre Ausrüstung im Feuerwehrhaus wieder einsatzbereit, bevor sie endlich in ihre wohlverdiente Nachtruhe gehen konnten, so geht aus dem Bericht hervor.

Neben den bereits genannten Feuerwehren waren auch der Gemeindebrandmeister, der Kreisbrandmeister, der Abschnittsleiter West, die Feuerwehrtechnische Zentrale des Landkreises Wolfenbüttel, der Fachzug Logistik und Versorgung sowie der DRK Rettungsdienst Wolfenbüttel an dem Großeinsatz beteiligt.


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