Junge Politik: So haben Jugendliche bei der U16-Wahl abgestimmt

Kinder und Jugendliche, die aufgrund ihres Alters noch nicht wahlberechtigt sind, konnten dennoch bei der Kommunalwahl ihre Meinung äußern.

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Symbolbild. | Foto: Pixabay

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Wolfsburg. An der Wolfsburger U16-Wahl haben sich 1.072 Kinder und Jugendliche beteiligt. Die Wahl fand nach einer zweitägigen Verlängerung vom 1. bis 11. September statt, wie die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung berichtet. Gewählt werden konnte an Schulen, in der Stadtbibliothek, bei freien Trägern der Jugendarbeit sowie in kommunalen Jugendeinrichtungen.



Mit der U16-Wahl erhielten Kinder und Jugendliche unterhalb des regulären Wahlalters die Möglichkeit, sich mit den zur Wahl stehenden Parteien und politischen Themen zu beschäftigen und selbst eine Stimme abzugeben. Zur Wahl standen dieselben Parteien wie bei der Wolfsburger Stadtratswahl.

Das Ergebnis


Für die SPD stimmten 23,33 Prozent (248 Stimmen) der Kinder und Jugendlichen, für Die Linke 22,48 Prozent (239 Stimmen), für die CDU 20,98 Prozent (223 Stimmen), für die AfD 16,75 Prozent (178 Stimmen) und für die FDP. 5,17 Prozent (55 Stimmen) Bündnis 90/Die Grünen kamen auf 4,99 Prozent (53 Stimmen), PUG Wolfsburg auf 3,86 Prozent (41 Stimmen), das BSW auf 1,51 Prozent (16 Stimmen) und Volt auf 0,94 Prozent (10 Stimmen).

Im Vergleich zur Stadtratswahl vom 13. September zeigen sich Unterschiede bei den jeweiligen Stimmenanteilen und Platzierungen. SPD, CDU und AfD gehören bei beiden Wahlen zu den Parteien mit höheren Stimmenanteilen. Die Linke erreichte bei der U16-Wahl mit 22,48 Prozent den zweiten Platz.

Auch U18-Wahl geplant


„Die U16-Wahl bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, sich frühzeitig mit demokratischen Prozessen und politischen Themen auseinanderzusetzen. Mit der eigenen Stimmabgabe können sie den Ablauf einer Wahl praktisch kennenlernen“, sagt Dezernentin Iris Bothe. Die U16-Wahl wurde im zeitlichen Umfeld der Kommunalwahl durchgeführt, bei der Jugendliche ab 16 Jahren stimmberechtigt sind. Zur Vorbereitung standen den Teilnehmern Informationen über die kandidierenden Parteien und deren Positionen zur Verfügung. „Die Ergebnisse zeigen, wie die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen abgestimmt haben. Sie ergänzen damit das Bild der Kommunalwahl um die Perspektive der unter 16-Jährigen“, erklärt Katharina Varga, Leiterin des Geschäftsbereichs Jugend.

Mit Blick auf die niedersächsische Landtagswahl am 26. September 2027 ist eine U18-Wahl vorgesehen. Auch dort sollen Kinder und Jugendliche die Möglichkeit erhalten, sich mit den zur Wahl stehenden Parteien und landespolitischen Themen auseinanderzusetzen und ihre Stimme abzugeben.