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Das Coronavirus erreicht die Region: Das müssen Sie jetzt wissen

Täglich gibt es neue Corona-Verdachtsfälle. Wie Sie sich und andere effektiv schützen, verrät unser Infoartikel.

von Marvin König


Wer die richtigen Hygienemaßnahmen beachtet, muss wenig Angst vor dem neuartigen Coronavirus haben.
Wer die richtigen Hygienemaßnahmen beachtet, muss wenig Angst vor dem neuartigen Coronavirus haben. Foto: Pixabay

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01.04.2020

Region. Deutschlandweit gibt es täglich mehr bestätigte Coronavirusinfektionen. Das Virus hat mit einem ersten Fall in Braunschweig am 4. März endgültig unsere Region erreicht. Inzwischen melden alle Städte und Kreise der Region steigende Fallzahlen.


Alles zu den aktuellen Maßnahmen - und warum sich jeder einschränken sollte - lesen Sie hier

- Aktuelle Situation
- Bürgertelefon
- Symptome
- Risikogruppen
- Sterblichkeitsrate
- Wie man sich schützen kann
- Braucht man Desinfektionsmittel?
- Braucht man einen Mundschutz?
- Regeln in der Öffentlichkeit
- Umgang mit dem Coronavirus in der Schule
- Klassenfahrten in Risikogebiete
- Verhalten am Arbeitsplatz
- Gehalts-Fortzahlung im Corona-Fall

Aktuelles


07. April



In Schöningen musste eine Arztpraxis schließen, da zwei Mitarbeiter an Corona erkrankt sind.
Mitarbeiter an Corona erkrankt: Schöninger Arztpraxis geschlossen

06. April



Schon 43 Personen sind in der Region an COVID-19 verstorben. Am Montag kamen zwei Personen in Wolfsburg, zwei im Landkreis Peine und eine in Braunschweig hinzu.
Bislang gibt es 43 Corona-Tote in der Region

Zwischen Polizei und Datenschützern gibt es Streit über das Sammeln von Daten an Corona erkrankter Personen.
Polizei will Daten von Corona-Infizierten sammeln

Der Handelsverband Harz-Heide warnt davor, dass es eine Welle von Insolvenzen im Einzelhandel geben könnte.
Handelsverband: "Betriebe nicht vor die Insolvenzgerichte treiben"

Das Klinikum Braunschweig erwartet eine größere Lieferung Schutzmasken, von der auch die Region profitieren soll.
Corona-Luftbrücke: 1,2 Millionen Schutzmasken werden nach Ostern erwartet

04. April


Seit dem gestrigen Freitag gelten einige neue Regeln für das Kontaktverbot

Mittlerweile hat die Landesregierung die neuen Regelungen wieder außer Kraft gesetzt.

03. April



Zwei weitere Corona-Todesfälle in Braunschweig Zwei weitere Menschen haben am heutigen Freitag in Braunschweig durch den Coronavirus ihr Leben verloren.

Hotel wird zu Behelfskrankenhaus: Bis zu 200 Patienten können hier betreut werden Das Hotel "Vienna House Easy" in der Salzdahlumer Straße wird vorübergehend zu einem Behelfskrankenhaus umfunktioniert.

Vier weitere Corona-Tote in Hanns-Lilje-Heim In Wolfsburg sind vier weitere Verstorbene in Zusammenhang mit dem Coronavirus im Vergleich zum Vortag zu beklagen.

Corona-Behelfsklinik im "Global Inn" - jetzt betriebsbereit Das Behelfsklinikum im Hotel "Global Inn" seinen Betrieb aufgenommen. Die Einrichtung soll Corona-Infizierte gesondert aufnehmen.

02. April

Die Salzgitter AG reduziert ihre Produktion. Aufgrund der vielen Bereiche des Unternehmens werden nun für jeden Bereich eigene Maßnahmen geplant. Auch Kurzarbeit komme in Betracht.

Peine beklagt die ersten Corona-Todesfälle. Zwei Menschen starben innerhalb weniger Stunden an den Folgen von COVID-19.

Zwei weitere Menschen sind in Goslar ihrer Infektion mit dem Coronavirus erlegen.

Das Kontaktverbot und weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus bleiben wohl mindestens bis zum Ende der Osterferien bestehen.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt aufgrund der 22 Corona-bedingten Todesfälle im Hanns-Lilje-Heim in Wolfsburg.

01. April

Baumärkte und Gartencenter sollen wieder geöffnet werden Weil die Menschen ihre Gartenutensilien woanders gekauft haben und dort in großen Mengen zusammengekommen sind, sollen die Märkte nun doch wieder öffnen.

In der Gadenstedter Seniorenresidenz Brockenblick sind insgesamt 21 Bewohner und sieben Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert.

Lehrer wurden angewiesen, die Zeugnisnoten für den bisherigen Leistungsstand im zweiten Halbjahr bis zum 15. April zu ermitteln. So sollen Zeugnisnoten für den Fall vorliegen, dass die Schulen weiterhin geschlossen bleiben müssen.

Eine Münchner Anwaltskanzlei warnt Schneider von behelfesmäßigen Schutzmasken vor Abmahnungen. Bei der Bezeichnung der Masken sollte man beim Verkauf vorsichtig sein.

31. März

150.000 Schutzmasken beim Land Niedersachsen eingetroffen Die Schutzmasken sind ausschließlich für medizinische Einrichtungen reserviert.

Stadt Braunschweig rät zum Tragen von Mundschutz in der Öffentlichkeit Um andere Personen vor einer Ansteckung zu schützen empfiehlt die Stadt Braunschweig das Tragen von Schutzmasken.

Erster Corona-Todesfall in Braunschweig In Braunschweig verstarb der erste Patient im Zusammenhang mit dem Corona-Virus.

Klinikum hat Versorgung wieder aufgenommen - 32 Mitarbeiter sind mit dem Coronavirus infiziert Nachdem das Klinikum zirka 450 Tests durchgeführt hat, konnte die Versorgung wieder aufgenommen werden.

Weiterer Todesfall im Hanns-Lilje-Heim - Trotzdem geht es bergauf Einigen infizierten Bewohnern des Hanns-Liljen-Heims geht es schon besser.

30. März

Corona-Fälle im Klinikum: Erste Testergebnisse der Kontaktpersonen sind da Nahezu alle Patienten und Kontaktpersonen der infizierten Mitarbeiter wurden getestet. Nun liegen die ersten Testergebnisse vor.

[link=https://regionalheute.de/goslar/erster-corona-todesfall-im-landkreis-goslar-1585581406/]Erster Corona-Todesfall im Landkreis Goslar
[/link] Im Landkreis Goslar hat es den ersten Todesfall aufgrund des Coronavirus gegeben.

Wolfsburger Hotel "Global Inn" wird zum Krankenhaus umgebaut Das Hotel Global Inn in Wolfsburg soll vorläufig zu einem Ergänzungskrankenhaus für Corona-Patienten umgebaut werden.

Coronavirus: 18 Todesfälle und 163 positive Testbefunde in Wolfsburg Die Zahl der Todefälle in Wolfsburg ist im Laufe des Tages weiter gestiegen.

In Goslar ist die Zahl der Infizierten auf 60 gestiegen. Fünf Personen zeigen einen schweren Krankheitsverlauf und werden im Krankenhaus behandelt. Eine davon muss auf der Intensivstation beatmet werden.

Ein Wolfsburger Anwalt hat Strafanzeige wegen fahrlässiger Tötung gegen die Diakonie als Träger des Hanns-Lilje-Heims gestellt.

Das vom Coronavirus besonders betroffene Hanns-Lilje-Heim ergreift drastische Maßnahmen zur Eindämmung der Krise. 79 der 165 Bewohner sind mit dem Virus infiziert. Außerdem etliche Mitarbeiter. 15 Bewohner des Pflegeheims starben bereits an den Folgen von COVID-19

29.März

In Braunschweig ist die Zahl der Corona-Infizierten auf 138 gestiegen. In Peine liegt die Zahl der Infizierten bei 59. In Wolfsburg sind insgesamt 145 Menschen infiziert.

Im Wolfsburger Altenheim sind drei Menschen am Coronavirus gestorben.
15 Tote im Hanns-Lilje-Heim

Es gibt Corona-Infizierte unter den Wolfsburger Klinikumsmitarbeitern.
Klinikum verordnet Aufnahmestopp

Volkswagen liefert Schutzanzüge an Berufsfeuerwehr in Wolfsburg
100 Schutzanzüge für Berufsfeuerwehr

28.März


In Braunschweig ist die Zahl der Corona-Infizierten auf 109 gestiegen. In Peine liegt die Zahl der Infizierten bei 54. In Wolfsburg sind 122 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. In Wolfenbüttel gibt es nun 32 Corona-Fälle. In Goslar stieg die Zahl auf 51 an. In Salzgitter sind 45 Menschen an dem Coronavirus erkrankt.

Pressekonferenz in Wolfsburg zum rasanten Anstieg in Altenheim und dem sprunghaften Anstieg der Toten:
Zwölf Tote in Wolfenbütteler Altenheim

Volkwagen liefert 400.000 Atemschutzmasken aus China.
400.000 Atemschutzmasken kommen nach Braunschweig

Die Braunschweiger Polizei will den Prinzenpark kontrollieren.
Verstöße gegen Kontaktverbot

KVN schließt Bereitschaftspraxen in der Region.
Ärzte werden mobil eingesetzt

27. März

Dramatische Entwicklung in Wolfsburg: Binnen 24 Stunden hat sich die Zahl der Corona-Infizierten fast verdoppelt und die Zahl der Toten ist um acht auf zehn gestiegen.
Coronavirus: Acht weitere Tote und ein sprunghafter Anstieg der Fallzahlen auf 98

Im Bereich Wolfsburg/Braunschweig soll ein Corona-Testzentrum mit neuem Konzept zur Bekämpfung des Coronavirus entstehen. Ziel ist es, Belegschaften schnell, zuverlässig und effizient auf eine Infektion zu untersuchen.
Neues Corona-Zentrum: Patienten erhalten schnelleres Testergebnis

Die Abiturprüfungen in Niedersachsen werden in diesem Jahr um rund drei Wochen nach hinten verschoben.
Coronavirus: Niedersachsen verschiebt Abiturprüfungen und Sekundar-I-Abschlussprüfungen

Wohin sind 25.000 vom Klinkum Braunschweig bestellte Atemschutzmasken verschwunden? regionalHeute.de ging der Sache nach.
Klinikum Braunschweig betrogen? Lieferung mit Atemschutzmasken verschwunden

26. März

In Braunschweig ist mit 80 Infizierten die Zahl der Erkrankungen (einige davon sind mittlerweile wieder gesund) am höchsten in der Region. In Wolfsburg sind es 51 und im Landkreis Gifhorn 48.

Auch wenn es derzeit noch keine Engpässe gibt: Die Niedersächsische Landesregierung hat sich einige Maßnahmen überlegt, um die Kapazitäten deutlich zu erhöhen.
Corona-Krise: "Wir brauchen leere Betten" - Umdenken bei den Krankenhäusern nötig

Um die Zeit zu überbrücken, bis es einen Impfstoff gegen Corona gibt, hat sich die Medizinische Hochschule in Hannover etwas überlegt. Genesene Corona-Kranke sollen ihr Blutplasma spenden, um aus dem enthaltenen Antigen ein Serum zu entwickeln.
Genesene Corona-Kranke sollen mit Plasmaspenden helfen Leben zu retten

25. März

Die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten ist erneut deutlich gestiegen. In Braunschweig sind es bereits 73 Fälle, aber auch im Landkreis Gifhorn und der Stadt Wolfsburg hat man die 40er-Grenze erreicht.

In Wolfenbüttel (Stadt und Landkreis) hat man sich entschlossen einen Solidarfonds zu gründen, um lokalen Firmen durch die Krise zu helfen.
Corona-Krise: Soforthilfe für Unternehmen durch Solidarfonds

Der Niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne hat sich zu den diesjährigen Abitur- und Abschlussprüfungen geäußert.
Corona-Krise: Schulabschlüsse nicht in Gefahr

Nach Braunschweig plant jetzt auch die Stadt Wolfsburg die Einrichtung eines Behelfskrankenhauses.
Corona-Krise: Krisenstab trifft sich täglich - Behelfskrankenhaus geplant

23. März

[link=https://regionalheute.de/wolfsburg/erster-corona-toter-in-der-region-patient-stirbt-im-klinikum-1584964655/]In einem Krankenhaus in Wolfsburg ist erstmals in der Region ein Patient an COVID-19 verstorben.
[/link]
Das Land Niedersachsen hat nach der gestrigen Pressekonferenz weitere Details zum Kontaktverbot bekannt gegeben.
Weitere Einschränkungen: Land gibt Details zum Kontaktverbot bekannt

22. März

Nach Einigung auf höchster Ebene gelten ab Montag auch in Niedersachsen weitere Einschränkungen des sozialen Lebens. Unter anderem dürfen öffentlich nicht mehr als zwei Personen, die nicht aus dem selben Haushalt stammen, gemeinsam unterwegs sein.
Corona-Krise: Länder und Bundesregierung einigen sich auf Kontaktverbot

In Braunschweig ist die Zahl der Corona-Erkrankten sprunghaft angestiegen.
Coronavirus: Zahl der Kranken steigt sprunghaft an - Jetzt 56 Fälle

21. März

Die Zahl der Corona-Infizierten in der Region steigt weiter. Mit 34 Fällen gibt es im Landkreis Gifhorn nach wie vor die meisten Fälle. Aber auch in Braunschweig (29) und Salzgitter (23) ist die Anzahl auf über 20 angestiegen.

Die Braunschweiger Verkehrs GmbH hat einen Sonderfahrplan angekündigt, der ab Montag für Busse und Straßenbahnen gilt.
Corona-Krise: Busse und Bahnen fahren ab Montag nach Sonderfahrplan

20. März

Die Zahl der Infizierten ist weiterhin gestiegen. In Gifhorn gibt es in der Region derzeit mit 32 bestätigten Fällen die meisten Corona-Fälle.

Das Land Niedersachsen hat Restaurants weiter Eingeschränkt.
Weitere Beschränkungen: Restaurants für Publikumsverkehr geschlossen

Der Landkreis Wolfenbüttel hat darüber hinaus weitgehende Maßnahmen verfügt.
Massive Auflage erteilt: Nur noch mit der Familie im Freien bewegen

19. März

Aufgrund der steigenden Corona-Fälle wird in Helmstedt ein Corona-Testzentrum eingerichtet.
Corona-Testzentrum wird in Helmstedt eingerichtet

Die Polizei greift ab sofort gegen Auflagenverstöße durch. Menschenansammlungen werden nicht mehr geduldet.

In Peine sind drei weitere Fälle von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus aufgetreten.

Die Zahl der Corona-Infizierten in der Region ist weiterhin gestiegen.

18. März

Der Präsident des Robert Koch-Instituts warnt vor 10 Millionen infizierten in nur drei Monaten - Wenn die aktuellen kontaktreduzierenden Maßnahmen nicht befolgt werden.

In Braunschweig und Wolfsburg ist jeweils eine Neuinfektion bestätigt worden. Genauere Informationen über die Ansteckungswege gaben die Städte nicht. Das Gesundheitsamt ermittele in beiden Fällen die jeweiligen Kontaktpersonen.

Wolfenbüttel hat ein Besuchsverbot für alle medizinischen Einrichtungen, inklusive Alten- und Pflegeheime erlassen. Es gibt nur wenige Ausnahmefälle, in denen die Einrichtungen betreten werden dürfen.

Erixx und Enno haben angekündigt, den Fahrplan deutlich zu reduzieren. Ab kommender Woche soll ein Notfahrplan gelten. Hierüber wolle das Verkehrsunternehmen zu gegebener Stunde informieren.

17. März

Aufgrund des hohen Anrufaufkommens sind die Arbeitsagenturen und Jobcenter derzeit telefonisch nur eingeschränkt erreichbar. Das Telefonnetz des Anbieters sei derzeit überlastet. Die Bundesagentur für Arbeit bittet darum, Anrufe auf Notfälle zu beschränken.

Der Landkreis Peine meldet seinen dritten Fall eines Covid-19 Erkrankten und die Stadt Braunschweig ihren zehnten Fall.

Im Wolfsburger VW-Werk gibt es zwei bestätigte Corona-Fälle. Zunächst hieß es am Morgen noch, dass die Bänder weiter laufen sollen. Doch nur wenige Stunden später verkündete man an einem Betriebsstopp zu arbeiten.

16. März

Das Land Niedersachsen hat weitgehende Maßnahmen gegen die Verbreitung des Virus beschlossen. Große Teile des öffentlichen Lebens können nicht mehr stattfinden.

Die Bundesregierung und die Regierungschefs der Bundesländer haben am heutigen Montag Leitlinien zum einheitlichen Vorgehen zur weiteren Beschränkung von sozialen Kontakten im öffentlichen Bereich angesichts der Corona-Epidemie in Deutschland vereinbart. Bars, Kinos, Spielplätze und mehr sollen geschlossen werden.

Bis zum 27. März setzen mehrere Wolfenbütteler Fahrschulen den Theorieunterricht aus. Der praktische Unterricht findet weiterhin statt.

Heiraten in Salzgitter nur noch ohne Hochzeitsgesellschaft. Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel hat heute eine Verfügung für Trauungen im Standesamt erlassen. Außerdem gilt ein Besuchsverbot für Alten- und Pflegeheime und ein Verbot von öffentlichen Veranstaltungen ab 50 Personen.

Die Katholische Kirche verschiebt Firmungen und Kommunionsfeiern. Bis zu den Sommerferien wird es keine Feiern geben.

Auch Beerdigungen müssen in Wolfenbüttel wegen des Coronavirus eingeschränkt werden. Nur noch 15 Personen sind in Kapelle zugelassen.

15. März

Es sind Falschinformationen über eine Schließung aller ALDI-Filialen im Umlauf. Das Unternehmen bezieht dazu Stellung.

13. März

Die Anzahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen erhöht sich auf vier. Zwei weitere Reiserückkehrer aus Italien und Österreich sind positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden.

Die Stadt Braunschweig hat ab dem heutigen Freitag alle Veranstaltungen mit über 100 Besuchern offiziell untersagt.

Ab dem kommenden Montag, 16. März, sollen die Schulen und Kindertagesstätten in Niedersachsen geschlossen bleiben. Das hat die Niedersächsische Landesregierung am heutigen Freitag offiziell bekannt gegeben.

Auch für den öffentlichen Nahverkehr stellen sich mittlerweile Konsequenzen ein. Sowohl die BSVG als auch der VRBsetzen Maßnahmen gegen die Verbreitung um.

12. März

Das Das Niedersächsische Ministerium für Gesundheit, sowie das Kultusministerium dementieren Medienberichte, laut denen niedersächsische Schulen ab dem kommenden Montag geschlossen bleiben. Es sei lediglich ein mögliches Szenario zur Eindämmung der Krankheit, jedoch nicht aktuell. Mehr dazu lesen Sie hier.

11. März

Der landesweit am 26. März geplante Zukunftstag für Jungen und Mädchen in Niedersachsen wird verschoben. Normalerweise schnuppern Schüler bei dieser Aktion für einen Tag in geschlechteruntypische Berufe hinein. Einen Ausweichtermin wird es vermutlich im Herbst geben.

Die Stadt Braunschweig folgt dem Erlass der Niedersächsischen Gesundheitsministerin und bestätigt die Absage aller Veranstaltungen, zu denen mehr als 1.000 Menschen erwartet werden. Bei Veranstaltungen zwischen 100 und 1.000 Personen müsse individuell entschieden werden. Hier lesen Sie die ausführliche Mitteilung.

Das Fußballspiel zwischen Eintracht Braunschweig und Viktoria Köln wird auf einen späteren Zeitpunkt verlegt. Näheres zur Verlegung lesen Sie auf regionalSport.de.

Nach Angaben der Stadt Braunschweig sei ein zweiter Braunschweiger nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Dieser halte sich jedoch derzeit in seiner Zweitwohnung in Osterode auf und ist dort in häuslicher Isolation. Zwei Kontaktpersonen in Braunschweig konnten ermittelt und isoliert werden. Die Details lesen Sie hier. Weiterhin kam es zu einem Verdachtsfall in der hiesigen Justizvollzugsanstalt.

Am Mittwoch, 11. März, hat die Niedersächsische Gesundheitsministerin Carola Reiman einen Erlass bekannt gegeben, dass alle Großveranstaltungen in Niedersachsen ab 1.000 Besuchern abgesagt werden müssen. (Lesen Sie hier)

So ging es für die Region los



Seit dem 5. März ist das Virus auch in Braunschweig angekommen. So bestätigte die Stadt Braunschweig in einer Pressemitteilung die Infektion einer Frau, die zuvor im Urlaub auf den Kanaren gewesen sei. Dort habe sie sich vermutlich angesteckt.

Coronavirus: Gesundheitsamt bestätigt ersten Fall in Braunschweig

Zwei Corona-Diagnostikzenter in der Region eröffnet



In Braunschweig hat am Montag, dem 9. März, das erste Coronavirus-Diagnostikzentrum in der Region seine Türen geöffnet. Direkter Ansprechpartner für Verdachtsfälle bleibt - telefonisch zunächst - der Hausarzt.
Coronavirus: Das erste Diagnostikzentrum für die Region hat den Betrieb aufgenommen

Am Dienstag, 10. März hat auch ein Corona-Testzentrum für den Landkreis Peine im ehemaligen Werksgasthaus in Peine den Betrieb aufgenommen.
Coronavirus: Testzentrum in Peine nimmt Betrieb auf

Die Stadt Braunschweig berief zur aktuellen Situation eine Pressekonferenz ein:

Nach bestätigtem Corona-Fall: Stadt Braunschweig richtet Krisenstab ein

Die Braunschweiger Patientin besuchte zuvor eine Arztpraxis in Wolfenbüttel, welche die Infektion feststellte. Die Praxis musste geschlossen werden. Auch der Jahresempfang der Stadt Wolfenbüttel wurde vorsichtshalber abgesagt.

Coronavirus: Mehrere Verdachtsfälle - Arztpraxis geschlossen

Bürgertelefone



In einigen Städten und Landkreisen wurden Bürgertelefone zum Thema Corona eingerichtet:

  • Stadt Braunschweig: 0531/470 70000
  • Landkreis Goslar: 05321 / 76-333

  • Landkreis Wolfenbüttel: 05331/84-444
  • Stadt Wolfsburg: 05361/282828
    Landkreis Helmstedt: 05351/1211500
    Stadt Salzgitter: 05341 / 839-5000
    Landkreis Gifhorn: 0800 - 8282444


Das Coronavirus erkennen



Alles über die Übertragungswege des neuartigen Coronavirus erfahren Sie hier.

Gerade in der laufenden Grippesaison gestaltet sich die genaue Erkennung von Symptomen für viele schwierig. Laut einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nehme die Krankheit in den allermeisten Fällen allerdings einen milden Verlauf. Die Beschwerden halten zwischen zwei und sechs Wochen an. Ist nach einer Woche nach Auftritt der ersten Symptome keine drastische Zustandsverschlechterung eingetreten, sei ein milder Krankheitsverlauf von kurzer Dauer am wahrscheinlichsten.

Die Anzeichen und Symptome einer Coronavirus-Infektion (COVID-19) sind einer Erkältung oder einer Grippe in Teilen recht ähnlich. Am häufigsten entwickeln die Patienten der WHO zufolge Symptome wie Fieber (87,9 Prozent der Fälle), trockenen Husten (67,6 Prozent) und Abgeschlagenheit (38,1 Prozent). Zu den selteneren Symptomen gehören Kurzatmigkeit (18,6 Prozent), Gelenk und Muskelschmerzen (14,8 Prozent), Halsschmerzen (13,9 Prozent), Kopfschmerzen (13,6 Prozent), Übelkeit und Erbrechen (5 Prozent) oder eine verstopfte Nase (4,8 Prozent der Fälle).

Die Symptome beginnen durchschnittlich fünf bis sechs Tage nach der Infektion. Die Inkubationszeit - also die Zeit zwischen der Infektion und den ersten Beschwerden - beträgt zwischen einem und 14 Tagen. Auch wenn (noch) keine Beschwerden aufgetreten sind, kann man andere Menschen anstecken.

Patienten, die eventuell dem Coronavirus ausgesetzt gewesen sein könnten, sollten sich telefonisch bei ihrem Hausarzt melden, statt die Praxis persönlich aufzusuchen - spätestens dann, wenn die oben genannten Symptome auftreten.

Wer ist besonders gefährdet?



Das höchste Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf bestehe der WHO zufolge für Menschen, die über 60 Jahre alt sind und bereits Vorerkrankungen wie Diabetes, Herzkreislauferkrankungen, Lungenerkrankungen und Krebs haben. Kinder hingegen werden erstaunlicherweise recht selten angesteckt und wenn, erleben sie einen milden Krankheitsverlauf. Lediglich 2,4 Prozent der bestätigten Corona-Erkrankungen traten bei Personen auf, die unter 19 Jahre alt waren.

Wie wahrscheinlich ist es, am Coronavirus zu sterben?



Die WHO hat (Stand 20. Februar 2020) eine Sterblichkeitsrate von 3,8 Prozent innerhalb der bestätigten Fälle gemeldet. Hierbei handele es sich allerdings um einen gemittelten Wert, der für die aktuellen Entwicklungen nur schwer heranzuziehen ist. Die Sterblichkeitsrate hat sich seit dem Erstausbruch in der chinesischen Region Wuhan inzwischen auf lediglich 0,7 Prozent reduziert.

Coronavirus - was wirklich gegen eine Infektion schützt



In der aktuellen Saison treten neben den seriösen Informationen auch viele Falschinformationen in den Vordergrund. In Supermärkten kommt es zu Hamsterkäufen, und absurderweise müssen sogar Krankenhäuser inzwischen gegen Diebe kämpfen - Informationen von regionalHeute.de zufolge sei der Diebstahl von Desinfektionsmittelflaschen in Krankenhäusern inzwischen zu einem ernsthaften Problem geworden, dabei kämpft man dort gegen bereits vorhandene Gefahren wie multiresistenten Keimen und anderen Infektionskrankheiten, die beispielsweise für Krebspatienten oder im Operationssaal schnell den Tod bedeuten können. Der Risikoforscher Ortwin Renn spricht im Interview mit dem NDR von einer "übertriebenen" Reaktion auf das Virus:

"Es ist wichtig, dass man sich von den vor allem in den sozialen Medien verbreiteten Paniknachrichten - bis hin zu Verschwörungstheorien - befreit. Das sind Dinge, die völlig an den Haaren herbeigezogen sind."

- Ortwin Renn (Risikoforscher)



Die folgenden drei Grundsätze des Bundesgesundheitsministeriums helfen nicht nur gegen das Coronavirus, sondern schützen auch vor anderen Infektionskrankheiten:


  • Halten Sie beim Husten oder Niesen größtmöglichen Abstand zu anderen Personen – und drehen Sie sich am besten weg.

  • Niesen oder husten Sie in die Armbeuge oder in ein Taschentuch – und entsorgen Sie das Taschentuch anschließend in einem Mülleimer mit Deckel

  • Waschen Sie regelmäßig und ausreichend lange Ihre Hände mit Wasser und Seife – insbesondere nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten.




  • Brauche ich Desinfektionsmittel?


    Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) gibt auf ihrer Website ausführliche Ratschläge zu dem Thema. Demnach seien Desinfektionsmittel in privaten Haushalten in der Regel überflüssig. "Ein keimfreies Zuhause ist nicht notwendig und kann auch mit Desinfektionsmitteln nicht erreicht werden", erläutert die BzgA. Normale Haushaltsreiniger reichen in der Regel aus. Nur in Einzelfällen werde der Einsatz von Desinfektionsmitteln als sinnvoll erachtet:

    • Wenn ein Familienmitglied oder Haushaltsangehöriger an einer hochansteckenden Infektion leidet. Desinfektionsmittel helfen, die Infektionskette zu unterbrechen.

    • Wenn das Ansteckungsrisiko bei Kontaktpersonen von Erkrankten besonders hoch ist, weil sie zum Beispiel durch eine Krankheit, Immunschwäche oder Chemotherapie in ihrer Abwehr geschwächt sind.



    Desinfektionsmittel: Nur unter bestimmten Voraussetzungen sinnvoll, so die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Foto: Rudolf Karliczek



    Weiterhin seien die Anwendungshinweise wie die Einwirkzeit und der Vermerk "Viruzid" auf der Verpackung unbedingt zu beachten - fehlt dieser Vermerk, sei das Desinfektionsmittel zum Schutz vor Viren eher ungeeignet.

    Brauche ich einen Mundschutz?


    Ein weiterer Mythos ist, dass das Tragen eines Mundschutzes einen effektiven Schutz gegen das Coronavirus darstelle. Möglicherweise auch beeinflusst durch die Bilder aus China decken sich viele in den Apotheken mit Atemschutzmasken ein. Laut eines Artikels im offiziellen Gesundheitsportal der deutschen Apothekerinnen und Apotheker "Aponet.de" seien Atemschutzmasken in einigen Regionen bereits ausverkauft.

    Das Tragen solcher Masken soll demnach vor einer Tröpfcheninfektion mit den Viren schützen. Dazu sei der sogenannte Mund-Nasen-Schutz (MNS) allerdings nur mäßig geeignet. "Da ein MNS nicht dicht anliegt, kann er den Tragenden nicht komplett vor einer Tröpfcheninfektion schützen. Dazu sind sogenannte Partikel-filternde Halbmasken (filtering face piece, FFP) geeignet (...) Diese reduzieren infektiöse Aerosole in der eingeatmeten Luft", begründet das Gesundheitsportal.

    Die Weltgesundheitsorganisation WHO fasst in ihren Ratschlägen für die Öffentlichkeit (Informationen auf Englisch) zusammen:

    • Ist man selbst bei guter Gesundheit, müsse man nur eine Maske tragen, wenn man Umgang mit einer Person mit bestätigter Coronavirus-Infektion pflegt.

    • Am sinnvollsten sind die Masken, um andere vor einer eigenen Infektion zu schützen - nicht nur beim Coronavirus, auch bei einer Grippe oder anderen Infektionskrankheiten kann man durch das Tragen einer Atemschutzmaske vermeiden, andere zu infizieren.

    • Atemschutzmasken sind nur effektiv, wenn darüber andere Hygienemaßnahmen wie das gründliche Händewaschen nicht vernachlässig werden. Hierbei führt die WHO explizit an, dass dies entweder mit alkoholbasierter Handdesinfektion oder mit Seife und Wasser geschehen sollte.


    • Einschränkungen im öffentlichen Leben


      Am 22. März haben sich Bund und Länder auf gemeinsame Maßnahmen zur Einschränkung des Coronavirus geeinigt. Der wichtigste Punkt ist das ab sofort geltende Kontaktverbot, laut dem sich nicht mehr als zwei Personen gleichzeitig in der Öffentlichkeit aufhalten dürfen. Zu allen anderen Personen sei ein Abstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten.

      Neben der Schließung aller nicht lebensnotwendigen Geschäfte und Läden wurde nun auch die Gastronomie flächendeckend eingeschränkt. Dort zubereitete Lebensmittel dürfen nur noch abgeholt oder geliefert werden. Auch die zuvor geltenden Ausnahmeregelungen wurden weiter zurückgenommen. So müssen beispielsweise Frisöre schließen, der Einkauf in Baumärkten ist nur noch Geschäftskunden erlaubt. Diese Maßnahmen sollen zunächst bis zum 6. April gelten.

      Details zum Kontaktverbot und den noch geöffneten Geschäften lesen Sie hier.

      Das Virus in der Schule


      Wer Kinder in der Schule hat, sah sich lange mit einer unsicheren Situation konfrontiert, denn bisweilen gingen die Städte sehr unterschiedlich mit der Viruslage um. So wurden in Goslar elf Schüler und zwei Lehrkräfte nach einer Südtirol-Klassenfahrt beurlaubt. In Wolfenbüttel hielt man jedoch keine weiteren Maßnahmen für notwendig.


      Foto: Anke Donner



      Zum 16. März wurden auf geheiß der Landesregierung alle Schulen, Kitas und andere Betreuungseinrichtungen geschlossen. Die Schüler können somit zwei Wochen vor Beginn der Osterferien zu Hause bleiben, die regulär erst am 30. März anfangen und bis zum 14. April andauern.

      Die Schulen sollen vorerst bis zum 18. April geschlossen bleiben, jedoch mit der Ausnahme von Abiturienten, die bereits ab dem 15. April wieder zurückkehren sollen. Ein Ersatzunterricht für die Zwischenzeit sei nicht geplant. Eine Notbetreuung in Kleingruppen wurde in vielen Städten und Kommunen eingerichtet - allerdings nur für genau zwei Fälle. Der Landesregierung zufolge für Eltern von Kindern, deren Erziehungsberechtigte "alle", wie die Landesregierung betont, in integralen Berufen für die Daseinsvorsorge arbeiten. Beim zweiten Fall handele es sich um eine Härtefallregelung, welche den Behörden mehr Spielraum bei der Einschätzung der Situation einräumt.

      In jedem Falle sollen sich Eltern, zu denen einer dieser beiden Fälle passt, an die zuletzt betreuende Einrichtung wenden.

      Klassenfahrten in Corona-Regionen?


      Mit einem Erlass vom 10. März müssen alle Klassenfahrten in die besonders vom Coronavirus betroffenen Regionen abgesagt werden. Dies hat Kultusminister Grant Hendrik Tonne in einer Pressemitteilung seines Ministeriums bekannt gegeben. Die Definition von Risikogebieten obliege dem Robert Koch-Institut und könne sich ständig ändern. Eine aktuelle Liste der betroffenen Regionen kann hier eingesehen werden.

      Nach wie vor sollen die Schulen zunächst unbedingt versuchen, die Reisen zu verschieben. Die Erfahrung zeige, dass sich in den meisten Fällen gute Lösungen zwischen Schule und Reiseveranstalter finden lassen, wenn geplante Reisen storniert oder verschoben werden sollen. Zudem seien Schulfahrten nicht genehmigungs- oder anzeigepflichtig gegenüber dem Ministerium. Daher wird noch heute eine Blitzabfrage an den Schulen bezüglich möglicher Reiseziele von Schulfahrten in Corona-Risikogebiete zunächst bis zur Sommerpause 2020 gestartet.

      Kultusminister Tonne bittet die Schulen, aufgrund der unwägbaren Gesamtlage die Planungen für weitere neue Schulfahrten sehr weitsichtig anzugehen. „Die Lage lehrt uns, dass Regionen, die bisher nicht als Risikogebiete gelten, sehr schnell zu eben solchen werden könnten. So schwer es auch fällt, die Schulen sollten daher ihre Planungen für Schulfahrten aktuell aufschieben und keine neuen Verträge abschließen. Für uns alle gilt, dass wir auf Sicht fahren."

      Der Erlass löst damit die alte Vorgehensweise ab, nach welcher die Planung und Durchführung von Schulfahrten allein den jeweiligen Schulen oblag. Mit der Weisung des Kultusminsteriums ergeht nun Landesweit eine verbindliche Weisung für die Durchführung von Schulfahrten. Bisher lagen auch Verschiebungen, Abbrüche oder Absagen allein in der Verantwortung der Schulleitung. Eine Informationspflicht an die Ministerien bestand nicht.

      Das Virus auf der Arbeit


      Alle Arbeitsplätze sind sehr individuell - während Pflegekräfte und Krankenhauspersonal für den Umgang mit Infektionskrankheiten geschult sind, lassen sich die Bedingungen in Schulen und Kindertagesstätten nicht unbedingt auf alle Arbeitsplätze übertragen. So besteht bei der Arbeit in der Fertigungsindustrie "Am Band" beispielsweise eine völlig andere Situation als beim Frisör oder in der Gastronomie. Zusammenfassend Informationen zu liefern ist daher schwierig. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BmAS) liefert auf seiner Website Antworten auf die wichtigsten Fragen.

      So bestehe beispielsweise aufgrund der aktuellen Situation noch nicht automatisch ein Anspruch darauf, von zu Hause zu arbeiten. Dies müsse individuell mit dem Arbeitgeber vereinbart werden. Die Option könne sich zudem aus einer Betriebsvereinbarung oder einem Tarifvertrag ergeben.

      Man kennt es: Ein Kollege schleppt sich krank zur Arbeit, hustet und schnieft im Büro - womöglich auch noch im selben Raum. Das Arbeitsrecht sieht im Ausbruch einer Krankheit wie dem Coronavirus jedoch nicht automatisch das Recht vor, deshalb der Arbeit fern zu bleiben. "Für das Eingreifen eines Leistungsverweigerungsrechts wäre es erforderlich, dass ihm die Erbringung seiner Arbeitsleistung unzumutbar ist", erläutert das BmAS. Dies sei beispielsweise dann gegeben, wenn die Arbeit für den oder die Betroffenen eine erhebliche objektive Gefahr darstelle. "Das bloße Husten von Kollegen ohne weiteren objektiv begründeten Verdacht oder Anhaltspunkte für eine Gefahr wird dafür wohl nicht ausreichen", begründet das Ministerium weiter.

      Was ist mit meinem Gehalt?


      Grundsätzlich müssen Arbeitnehmer wegen des Coronavirus nicht um ihr Gehalt fürchten. Das gilt auch, wenn die Arbeitsstelle aus Gründen wie erheblichen Personalausfällen oder Versorgungsengpässen den Betrieb vorübergehend ganz einstellt. "Gleiches würde grundsätzlich auch für behördliche Anordnungen gelten, die zu einem Arbeitsunfall führen", ergänzt das Ministerium. Anderes gelte nur, wenn dies im Arbeitsvertrag geregelt ist.

      Was tun, wenn das Kurzarbeitergeld nicht reicht?

      Kein Anspruch auf Entgeldfortzahlung besteht, wenn der Arbeitnehmer seinen (unbelasteten) Arbeitsplatz aufgrund von ausfallenden Zügen und Bussen nicht erreichen kann. Das deutsche Gesetz beschreibt dies als sogenanntes "Wegerisiko".

      Ist man selbst am Coronavirus erkrankt, gelten die gleichen Bedingungen wie für alle anderen Krankheitsfälle. Sollte man selbst von einer behördlichen Anordnung betroffen sein, wie zum Beispiel einer Quarantäne oder einem Tätigkeitsverbot, gestaltet sich die Situation je nach Einzelfall. In den meisten Fällen besteht jedoch ein Anspruch auf Entgeltfortzahlung. Sollte ein Arbeitsvertrag derartige Fälle ausschließen, bestehe in vielen Konstellationen ein öffentlich-rechtlicher Entschädigungsanspruch. "Personen, die als Ansteckungsverdächtige auf Anordnung des zuständigen Gesundheitsamts isoliert werden und deshalb einen Verdienstausfall erleiden, erhalten eine Entschädigung nach § 56 des Infektionsschutzgesetzes. Die Entschädigung bemisst sich nach dem Verdienstausfall", erläutert das Ministerium abschließend.

      Im Grunde gilt für Zeiten des Coronavirus vor allem, sich und andere keinem unnötigen Risiko auszusetzen. Das Bundesgesundheitsminsterium hat für jegliche Fragen zum Thema Coronavirus ein Bürgertelefon eingerichtet, an welches man sich mit Fragen wenden kann. Wer die im Artikel genannten Tipps und Hinweise beachtet, hat nicht nur eine Chance, selbst gesund durch die Epidemie zu kommen, sondern trägt auch dazu bei, sie einzudämmen.


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